00:00:02:
00:00:08: Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Hörerinnen und Hörern des urologischen Podcasts.
00:00:12: hier spricht wieder Christian Wölfing aus Hamburg.
00:00:16: Und ich begrüße Sie zu einer neuen Folge das Urologisch-Podcast und zwar in unserer Miniserie über die Nachhaltigkeit in der Urologie!
00:00:25: Wir haben heute die fünfte Folge vor uns, die über Erfolgsgeschichten und Erfahrungen zur dienen soll, die uns das näher bringen soll und ich freue mich dass wir zwei tolle Gäste haben nämlich zum einen Frau Dr.
00:00:41: Sandra Seeseke.
00:00:42: Hallo liebe Sandra!
00:00:44: Ich fange mit dir an.
00:00:46: Grüß dich Christian!
00:00:46: Sandra sag uns was machst du?
00:00:49: Du bist Urologin so viel sei verraten.
00:00:52: Genau ich bin niedergelassene UrologIn in Halle Anasale.
00:00:56: Ich mache im Grunde das, was man so als Urologin macht in der Niederlassung und bin ansonsten ziemlich durch Zufall in dieser Nachhaltigkeitsgruppe geraten.
00:01:07: Das ist super spannend, da freuen wir uns gleich auf deine Eindrücke aus der Praxis.
00:01:14: Wir kennen uns jetzt auch seit zwei drei Jahren von diversen Symposium.
00:01:18: deswegen sind wir beim Du das glaube ich so völlig okay und da freue ich mich auf unsere Diskussion.
00:01:22: und als zweiten Gast haben wir Frau Dr.
00:01:24: Noemi Bender hier.
00:01:26: liebe Frau Bender auch sie An Sie herzlich willkommen.
00:01:29: Ich darf vorwegnehmen, sie sind Leiterin der Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz am Universitätsklinikum Heidelberg großartig.
00:01:38: Vielleicht darf ich mit der Einstiegsfrage starten haben eigentlich alle Universitäkskliniken eine Stabstelle Für nachhaltigkeits- und Klima Schutz?
00:01:48: Und wenn ja oder nein wie muss man sich ihre Arbeit und ihre Aufgabe so vorstellen?
00:01:55: Ja, hallo!
00:01:56: Ich freue mich wirklich sehr hier zu sein.
00:01:58: Ob alle Universitätskliniken mittlerweile eine Stabstelle haben?
00:02:02: Da bin ich mir gar nicht sicher.
00:02:03: Ich glaube mittlerweile sind es die meisten.
00:02:05: Wir waren nicht die Ersten.
00:02:06: Es gab ein paar, die hatten deutlich früher.
00:02:08: Stabstellen bei manchen wird das so mitgemacht.
00:02:11: also da läuft das dann als Teil der Arbeitssicherheit des Qualitätsmanagements oder was hatte ich letztens der Pazitentensicherheit Genau, also manchmal verteilt sich das so ein bisschen bei den anderen Kliniken.
00:02:27: Super spannend!
00:02:28: Wir hatten hier im Podcast auch schon eine Kollegin von Ihnen letztendlich aus der Asclepius-Klinikgruppe.
00:02:33: da gibt es das auch.
00:02:35: Da darf ich nochmal auf unsere anderen Folgen an dieser Stelle verweisen und das ist ja eigentlich der Einstieg jetzt in unser heutiges Thema denn in den anderen Folgenden meine Damen und Herren alle die, die schon reingehört haben wissen es wenn nicht hören Sie mal rein.
00:02:48: Wir haben da viel gesprochen über CO²-Fußabdrücke im urologischen Alltag, die Rolle der Digitalisierung und verschiedene andere Themen.
00:02:56: Heute wollen wir wirklich sprechen, wo ist das denn schon im Alltag angekommen?
00:03:01: Und wer könnte das besser beantworten als die Sandra Seeseke, die ja eben so schön eingestiegen ist mit dem Satz Ich bin da irgendwie so reingerutscht.
00:03:11: Jetzt sind wir gespannt!
00:03:13: Ja, wir haben uns in dieser Nachhaltigkeitsgruppe überlegt.
00:03:16: Wo können wir denn ansetzen?
00:03:18: Und dann ist es denke ich ganz sinnvoll in einer Kleineinheit anzusetzen und das ist in dem Fall ja eine Praxis.
00:03:24: da haben wir relativ viel Eingriffsmöglichkeiten.
00:03:29: Das heißt man kann versuchen in der Praxis so nachhaltig keitsfragen zu klären bzw.
00:03:35: Wir haben unseren CO-Fußabdruck dieser Praxis über ein Jahr erhoben.
00:03:40: Das war ausgesprochen spannend.
00:03:41: Man braucht dazu allerdings auch ein Team, was mitzieht und das habe ich glücklicherweise.
00:03:46: Darf ich mal fragen wie es geht einen CO-Fußabdruck zu erheben?
00:03:50: Es gibt ja, das hab' ich mich auch gefragt aber es gibt so Datenbanken bzw einfach internetbasierte Lösungen wo man seine Sachen, die dazugehören einfach einspielen
00:04:08: kann.
00:04:08: Das ist nicht schwierig.
00:04:09: mit anderen Worten?
00:04:10: Nee
00:04:11: das ist nicht Schwierig.
00:04:11: also es erst mal ein bisschen
00:04:12: eine Fleißaufgabe wahrscheinlich.
00:04:14: Genau das erste Mal kompliziert war eigentlich nur die Quellen zu finden, dass heißt wo kriegt man die Informationen her?
00:04:21: wenn man das wusste war's dann gar nicht mehr so umständlich da.
00:04:25: also man kriegt seine seinen Wasserverbrauch vom Vermieter sein Gas Verbrauch das alles ganz ganz einfach.
00:04:34: eigentlich
00:04:35: Klingt total spannend und ich switche mal rüber zu der Frau Bender.
00:04:38: Sie sind ja Stabstelle Universitätsklinikum, also vermutlich ist ihr Fokus noch ein bisschen nenn anderer oder sie müssen so was ... Was heißt müssen?
00:04:48: Sie wollen und sollen sowas für einen Gesamtklinikum machen!
00:04:51: Wie war denn Ihr Einstieg in das Thema?
00:04:55: Wir wollten ja mal über auch Erfolgsgeschichten sprechen.
00:04:59: Der Einstieg in das Thema, meinen Sie jetzt Treibhausgasbilanzierung oder Nachhaltigkeit insgesamt?
00:05:05: Zum Beispiel.
00:05:05: Was genau ist denn eigentlich so Ihr Schwerpunkt da in Heidelberg?
00:05:09: Gehen sie in die Urologien sagen so Herr Professor Huber Jetzt wollen wir mal Ihren CO-Zweihabdruck hier besprechen in der in der Urologie.
00:05:19: Oder wie gehen Sie vor?
00:05:20: als Stabstellen
00:05:21: also als Stabsstelle?
00:05:21: Da musste ich vielleicht ein bisschen ausholen weil das Universitätsklinikum Riesig.
00:05:26: Wir haben fünfzehntausend Mitarbeitende, wir haben acht Zentren die über fünf Standorte verteilt sind und wie in der Stabstelle.
00:05:34: Wir sind zwei Personen das heißt wir gehen nicht zu jedem persönlichen verlangen dann eine Treibhausgasbilanz, sondern wir erstellen die für das Klinikum.
00:05:45: Das heißt wie erstellen sie aber auch für unsere Wäscherei, die Speiseversorgung und alles was irgendwie mit so einem großen Universitätsklinikum zu tun hat mit der Forschung.
00:05:54: Das ist sehr komplex, sehr aufwendig Und da ist zum Beispiel eine Frage der Systemgrenze.
00:06:03: Wo zieht man da die Grenze?
00:06:04: Welche Töchter zieht medizinische Fakultäten Teil davon oder eher nicht.
00:06:11: Genau, aber es ist nur eine Aufgabe die bei uns in der Stabstelle anfällt nämlich die Treibhausgasbilanzierung und die Nachhaltigkeitsberichte.
00:06:20: Wir haben aber ja noch viele andere Aspekte, die wir betreuen und bei uns ist so wie koordinieren das Ganze eher.
00:06:26: also wir können gar nicht die operative Umsetzung machen weil wir dafür nicht alle erreichen.
00:06:34: Aber das heißt, es ist so diese strategische koordinative Ebene die wir bedienen.
00:06:39: Also wir haben eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt.
00:06:41: wie gesagt wir machen die Berichte und die Treibhausgasbilanzen.
00:06:46: Wir überlegen uns auch wie man die Nachhaltigkeit in strukturell verankern kann im Klinikum.
00:06:54: Dann sind zwei weitere Aspekte Die Maßnahmenumsetzung und die Sensibilisierung.
00:06:58: Das sind so die großen Punkte bei uns.
00:07:02: Darf ich eine Verständnisfrage stellen?
00:07:04: Sie sparen von der Treibhausgasbilanzierung.
00:07:06: Ist das das Synonym zu CO-Zweiabdruck?
00:07:10: Ja genau, weil es ist ja nicht alles CO-zwei.
00:07:12: beispielsweise in einem Klinikum benutzen wir Anästhesiegase, Narkosegase und die sind Treibhausgase.
00:07:19: oder in den Klimaanlagen die Kältemittel sind Treibhausgase, die direkt in die Atmosphäre gehen.
00:07:24: Und die rechnet man bei einer Treibausgasbilanz um ins CO₂-Equivalente damit man dann die CO₀-Eqivalente in der Treib aus Gasbilanz berichten kann.
00:07:34: Sehen Sie da habe ich schon wieder was gelernt und das klingt sehr einleuchtend.
00:07:38: aber man darf dem Begriff CO₁ Fußabdruck benutzen.
00:07:42: Das ist irgendwie so gängig geworden.
00:07:45: Ich habe so das Gefühl, diesen Begriff gab es vor mehreren Jahren.
00:07:47: Irgendwie gefühlt noch gar nicht so.
00:07:50: Inzwischen ist zumindest der Begriff angekommen.
00:07:52: Ob jetzt jeder seinen CO²-Abdruck kennt?
00:07:55: Da haben wir gerade drüber gesprochen.
00:07:57: Sander Sesike in eurer Praxis vielleicht auch nochmal die kurze Überleitung.
00:08:00: also ich hab verstanden ihr habt damit angefangen mal den Fußabdruck zu machen.
00:08:03: So jetzt kommt dann eine Istzahl raus und dann...
00:08:07: Ja genau, das war auch das wo ich mich dann gefragt habe.
00:08:09: Na ja was bedeuteten das jetzt?
00:08:11: Also wir haben eine Emission von sechzehn Tonnen.
00:08:15: Wie als Praxis?
00:08:17: Genau wie als Praxis.
00:08:19: Ohja ganz genau also im Jahr vierundzwanzig da haben wir das gemacht oder fünfund zwanzig.
00:08:23: Genau und dann fragt man sich natürlich was heißt das jetzt, was sagt mir das jetzt.
00:08:29: Das war schwierig einzuordnen weil wir die erste Praxis waren die das gemacht haben und noch keine keinen Vergleich hatten.
00:08:35: Frau Bender, würden Sie sagen es viel oder wenig?
00:08:38: Ich bin ja in dem Vorteil, dass ich sie sehen kann und sehe ein gewisses Lächeln.
00:08:45: Ich glaube, Sie wollen was sagen!
00:08:47: Wir sind natürlich ein bisschen größer.
00:08:50: Ja also, im Jahr year two-thousand zwanzig war es bei uns zweihundertdreißig tausend Tonnen, wobei man dazu sagen muss... Die ganzen Dinge, die wir einkaufen also vom Stift über den Blasenkartier bis hin zum MRT können nicht im Direkten, in der direkten Bilanz abbilden.
00:09:10: Sondern das machen wir bei einem Spend-Based Ansatz.
00:09:13: Das heißt, wir nehmen den Preis und da gibt es für bestimmte Kategorien dann Umrechnungsfaktoren was das alles so ein bisschen ungenau macht aber trotzdem die Relationen.
00:09:26: Die spannende Frage ist ja, damit frage ich auch die Sanasisika nochmal, die spannende auch, wie gesagt wir wollen ja ein bisschen glaube ich mit dieser Idee auf was anstoßen.
00:09:39: Also wird es zum Beispiel in der Urologie demnächst einen Benchmarking geben?
00:09:44: Welche Praxis hat welchen Ausstoß oder Fußabdruck?
00:09:48: Oder wohin solls gehen?
00:09:50: Auch wie habt ihr's gemacht?
00:09:51: Wie habt ihr dann daraus Konsequenzen gezogen und gesagt das ist zu hoch, dass ist so niedrig...wie ging das?
00:09:57: Also wir haben zum Schluss von der Datenbank, in die wir eingespeist haben eine ganz genaue Auswertung bekommen.
00:10:05: Umzugucken was sind unsere Hauptemissionsquellen?
00:10:09: und dann gab es immer noch Vorschläge Was kann man tun?
00:10:13: Das war teilweise praktisch umsetzbar Teilweise nicht.
00:10:15: natürlich kann man das Praxisauto auf Elektromobilität umstellen oder einen Anreiz setzen für die Mitarbeiter dass sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen.
00:10:26: großes Problem, weil das teilweise nicht gut ausgebaut ist wenn man aus einer ländlichen Gegend kommt und so.
00:10:32: Aber man kriegt im Grunde die Top fünf der Hauptemissionsquellen und interessanterweise hat der Bernd Wohlich das in Erlangen auch gemacht und die haben für dieses Klinikum im Grunde, die gleiche Reihenfolge natürlich mit einem viel höheren Wert.
00:10:49: Aber auch da spielt die Mobilität eine ganz große Rolle.
00:10:52: ja wir können keinen Chemomüll verhindern, wir können keine Wasserfilter dran machen um Wasser zu sparen.
00:10:58: in einer öologischen Praxis geht nicht, da wäre mir verrückt Flüsse auch.
00:11:03: Aber es gibt so ein paar Sachen, die man machen kann.
00:11:05: Man kann zum Beispiel, habe ich gelernt, kompostierbare Einmalhandschuhe.
00:11:09: Die sind nicht teurer muss man ja auch überlegen denn man kann jetzt nicht ganz viel mehr Geld ausgeben.
00:11:16: zumindest ist das sicherlich für die Praxenkanten Anreiz um freundliche Materialien einzukaufen.
00:11:22: aber da gibt's ganz kleine Sachen, wie man machen können.
00:11:25: Wie gesagt diese kompostirbaren Handschuhe sind nicht viel teurer.
00:11:28: Das haben wir jetzt gemacht z.B.. Ja oder so, kleine Dinge.
00:11:33: Alles was geht auf Recycling umgestellt da habe ich mir vorher gar keine Gedanken drüber gemacht.
00:11:38: also es geht Es wird nicht viel.
00:11:41: bei diesem kleinen CO-Zweihausstoß wird das nicht viel machen.
00:11:44: aber irgendwo müssen wir anfangen.
00:11:47: Und darf ich fragen wie oft kontrolliert man dann den CO² Abdruck ob er jetzt besser geworden ist?
00:11:52: Macht man das einmal im Jahr oder wöchentlich oder gibt das automatisch?
00:11:57: Das ist wie eine Steuererklärung, also dass diese Datenbanken laufen so auf Jahresbasis.
00:12:01: Man lässt in dem Fall dann die ganzen Daten eingeben wenn man erst mal die Quellen identifiziert hat.
00:12:08: Ist das relativ einfach und wir wollen jetzt nachdem wir ein paar Sachen geändert haben das für sechsundzwanzig da nochmal machen wo wir ein bisschen mit offeneren Augen durch die ganze Sache laufen.
00:12:19: Da bin ich gespannt.
00:12:20: aber das geht erst Ende des Jahres.
00:12:22: oder hat mein ganzes Jahr Daten gesammelt?
00:12:24: Dann erstmal oder eingegeben.
00:12:27: Ich will eine Frage stellen, die leitet es ein bisschen über auch vielleicht jetzt nochmal an die Frau Dr.
00:12:32: Bender.
00:12:33: Ich höre so ein bisschen raus bei euch in der Praxis du sprichst immer von wir.
00:12:37: also das ist auch sicher ein Team Thema und ich meine zu spüren dass man so... ich habe echt gerade schon mal kurz dran gedacht warum ich das nicht bei mir im Team auch mal mache?
00:12:47: Ich glaube da ist sowas in Teams unheimlich viel bewegt.
00:12:51: Es ist ja nicht nur ein modernes Thema, was irgendwie aufgedrückt wird.
00:12:55: Sondern da ist glaube ich viel Bereitschaft sich zu engagieren.
00:12:59: und Frau Bender an Sie wollte ich mal die Frage stellen man spricht ja manchmal auch von den sogenannten Co Benefits.
00:13:04: also Man kommt so aus so Einzelideen und merkt plötzlich dass durch die Einführung irgendwelcher Projekte oder Veränderungen ganz andere Dinge sicher geben bessere Abläufe mehr Zufriedenheit im Team.
00:13:18: Oder ist noch bisschen die Frage mal an sie mit dem Fokus des Großklinikums.
00:13:23: Gebt es denn bei Ihnen vielleicht auch Maßnahmen, die aus dem Dezentralen kamen?
00:13:28: Also aus einzelnen Abteilungen oder sowas wo sie gemerkt haben das ist entwickelt sich nicht nur für das ganze Haus und den ganzen Klinik so sondern ergibt auch ganz andere Co Benefits im Bereich der Kommunikation oder der Teamzufriedenheiten oder sowwas.
00:13:45: Ist das was Sie auch feststellen.
00:13:49: also Wir nutzen die Co-Benefits häufig, weil ohne die Co Benefits erreichen wir oft nur die, die schon überzeugt sind.
00:13:59: Und für alle anderen sind sie so ein bisschen der Türöffner.
00:14:03: Das heißt... Um diejenigen zu erreichen, bei denen Nachhaltigkeit vielleicht ein bisschen negativ besetzt ist oder die die eigene Verantwortung nicht sehen sind diese Co-Benefits super wichtig.
00:14:14: Und da geht es dann um Dinge wie gesundheitliche Vorteile also jetzt beispielsweise Mobilität und das Radfahren oder Dinge, die den Arbeitsalltag erleichtern oder auch finanzielle Vorteile.
00:14:28: Das sieht man hier auch, da haben wir ein paar Beispiele wo sich das auch finanziell lohnt wenn man so eine Maßnahme umsetzt.
00:14:34: Und das ist dann für manche noch greifbarer und damit kann man die schneller überzeugen.
00:14:40: deshalb kommunizieren wie sie mit nicht unbedingt um Nachhaltigkeit zu beschönigen sondern weil sie wirklich real dar sind genau und weil nachhaltigkeitsprojekte damit oft zwei Probleme auf einmal lösen.
00:14:56: Ich kann mir vorstellen bei den Co-Benefits, dass in der Praxis so höre ich ein bisschen die Stimmung bei euch.
00:15:06: Das hat wahrscheinlich im Team gleich viel Spaß gemacht und es gab einen Hurra oder wie war das?
00:15:13: Weil ist ja auch klar was als nächstes kommt für eine Frage Wie ist das eigentlich mit den Widerständen?
00:15:18: Vielleicht magst du noch mal dazu kommentieren und dann komme ich nochmal zu Frau Bender zurück.
00:15:23: Ja, also das kann man natürlich gegen den Widerstand des Teams nicht durchsetzen.
00:15:26: Aber unsere Helferinnen waren extrem motiviert sowie so extrem interessiert.
00:15:31: Wir haben da vorher schon viele Sachen etabliert gehabt und sind jetzt natürlich ein bisschen... Also es gibt jetzt eine kleine Battle gegen uns selbst.
00:15:42: Wenn jetzt unsere Helfernin die den weitesten Weg hat, die fährt jetzt immer mal Fahrrad Ja, dadurch haben wir da so und so viel weniger Ausstoß.
00:15:50: Und sie freut sich natürlich, dass sie sich bewegt.
00:15:52: also man kann das nicht alleine machen.
00:15:54: Das steht mal fest und Wir haben aber ein richtig richtig tolles Team.
00:15:58: alle sind hell auf begeistert uns hin damit sonst geht es auch nicht.
00:16:02: Also dann kann sich keiner glaube ich allein drum kümmern selbst in so einer kleinen Einheit.
00:16:07: Jetzt bin ich aber gespannt Frau Bender Hand aufs Herz wie ist am Großklinikum?
00:16:10: Ich meine machen uns nichts vor.
00:16:12: das sind ja Projekte, die bestimmt auch auf Widerstand stoßen.
00:16:20: oder was ist da so?
00:16:22: Was hören Sie ansetzen, die sich wiederholen wenn es um Veränderung dieser Art geht.
00:16:28: Weil wie gesagt auf den ersten Blick klingt das alles cool aber im Großklinikum ist es glaube ich noch mal viel differenzierter und komplexer
00:16:37: Schon ja, also damit jetzt nicht der falsche Eindruck entsteht.
00:16:40: Also wir haben in vielen Bereichen hochmotivierte Teams die sich dafür einsetzen und ganz selbstständig an solchen Dingen arbeiten.
00:16:47: da ist beispielsweise das Green Surgery UKHD Projekt
00:16:50: wo
00:16:51: die Leute die im OP stehen einfach diese riesen Mengen an Müll sehen und da super motiviert sind diese Müllmengen zu reduzieren.
00:16:59: Das heißt Und dem gegenüber, also diesen wirklich vielen und motivierten Leuten gegenüber haben wir natürlich auch Widerstände.
00:17:09: Keine offenen Widerstände das ist wirklich selten weil den meisten ist bewusst dass sich was ändern muss.
00:17:15: Was uns aber durchaus begegnet ist so eine Art stilles Abwarten oder vielleicht kann man es auch Ghosting nennen?
00:17:25: Wir stellen Anfrage oder wir machen einen Vorschlag und erst mal kommt keine Rückmeldung.
00:17:29: Und das ist viel schwieriger als ein offener Widerstand, weil bei einem offenen Widerstand da kann man dann erklären oder sich zusammensetzen und in den Austausch gehen aber da weiß man ja nicht Ist es jetzt wirklich Wider Stand?
00:17:39: Oder ist es nur massiver Zeitmangel?
00:17:41: Weil viele Leute hier einfach haben soviel auf dem Tisch.
00:17:46: Das heißt, bei uns hilft da vor allem dran bleiben.
00:17:50: Und der zweite Widerstand den wir so ein bisschen haben sind finanzielle Gründe.
00:17:54: Also ich meine das ist kein Geheimnis die wirtschaftliche Situation in der Krankenhäuser ist angespannt.
00:18:00: Das heißt Projekte wo jetzt irgendwie große Investitionen notwendig sind geht momentan einfach nicht.
00:18:05: Wir können ja auch nicht unsere Preise erhöhen, einfach mal so um irgendwie das Spielraum zu bekommen.
00:18:10: Das heißt was wir machen, wir konzentrieren uns auf Projekte die irgendwie schnell umsetzbar sind vor allem wie günstig sind, die idealerweise auch noch einen finanziellen Benefit haben Und dann gucken wir auch nach Fördermöglichkeiten.
00:18:22: Also ein gutes Beispiel ist unser Fuhrpark, wir haben einen großen FuhrPark mit vielen Transportern und da konnten wir jetzt den dritten ELKW anschaffen der waren in die verschiedenen Standorte transportiert und mit der Landesförderung amatisiert er sich in ein paar Jahren ich glaube vier fünf oder so.
00:18:43: Sie haben gerade gesagt und das wäre meine vorletzte Frage an sie beide, weil wir schon wieder gleich am Ende diese wunderbaren Podcasts sind.
00:18:51: Sie haben eben von den schnell umsetzbaren Projekten gesprochen und meine Frage an die beiden wäre was wäre denn ihr Shoutout also ihr sozusagen Ihr Aufruf in die Community, die uns zuhört?
00:19:05: Vielleicht zunächst Sie noch mal, Frau Bender an alle die dienen Kliniken arbeiten.
00:19:09: Was sind denn schnell umsetzbare Projekte auf die wir achten könnten?
00:19:13: Die wir schnell überall machen können bevor erst großartig in der Trägerschaft der Krankenhäuser erst noch eine Stabstelle eröffnet werden muss.
00:19:25: also was womit soll ich morgen anfangen?
00:19:29: Mir fällt jetzt spontan ein Projekt ein, das ist aber auch auf den OP oder den Anästhesie-Bereich bezogen.
00:19:37: Und zwar Narkosegasabschaltung.
00:19:39: sagt Ihnen was?
00:19:41: Stimmt also!
00:19:41: Genau da werden die Narkosegase abgesaugt, da wird es einen Unterdruck generiert um sie abzusaugen und das braucht enorm viel Strom und das muss ja nicht laufen wenn die OP nicht läuft Und das hat bei uns Professor Neuhaus so ein bisschen angestoßen.
00:20:01: diese Narkosegasabsaugung abzuschalten über Nacht oder an Wochenenden.
00:20:08: Die läuft dann zwar noch in ein paar Notfallsälen, aber im Rest wird die abgeschaltet und dann haben die Absaugschläuche so einen roten Wimpel wo drauf steht Connect Before Flight damit man daran erinnert wird bevor es losgeht.
00:20:22: rechtzeitig die dann auch wieder einzustecken kostet nichts.
00:20:27: Das lässt sich super einfach umsetzen, das hat auch wieder ein Co Benefit nämlich es spart Strom also Kosten und lässt sich an jedem an jedem Klinikum umsetzten dass einen OP hat.
00:20:39: Also, ich werde mit gutem Beispiel vorangehen.
00:20:41: Ich habe hier gleich Chefartssitzungen und werde das direkt zu meinem Anästhesisten tragen.
00:20:44: Ich selber weiß gar nicht wovon sie reden aber ich werde den fragen und empfehle allen Hörerinnen und Hörern die mit Anäesthesisten zu tun haben das auch zu tun.
00:20:54: Dann haben wir hier schon mal was bewirkt.
00:20:55: jetzt du Sandra!
00:20:56: Was ist dein Shoutout zu den urologischen Praxen?
00:21:01: Was können die schnell ab morgen umsetzen?
00:21:03: Das ist eine ganz schwierige Frage, weil wir mir die ganz kleinen Rädchen haben an denen wir drehen können.
00:21:08: Bist du auch gut?
00:21:10: Aber in der hohen Zahl!
00:21:11: Ihr seid dreieinhalb Tausend glaube ich niedergelassener Wir sind weniger Kliniken und so.
00:21:18: Ich glaube es ist ein Mengeneffekt oder Verbände?
00:21:20: Müssten?
00:21:20: wir sagen auch ne dann lasst das doch.
00:21:22: Die kleinen Dinge sind glaube ich schon auch wichtig.
00:21:25: Nee nee auch klein viel machen müsst.
00:21:28: Ich glaube dass das wertvollste ist sich Gedanken zu machen, sich damit zu beschäftigen und dann fällt einem was ein.
00:21:33: Und wenn es nur ein ganz kleines Ding ist wie auf Recyclingmaterial umstellen oder nicht mehr so viel drucken einfach elektronischer werden das macht schon wirklich viel aus.
00:21:45: Das geht auch nicht darum dass sie pracken sich untereinander vergleichen das geht gar nicht weil die Spektren unterschiedlich sind sondern dass man so ein bisschen bei sich guckt
00:21:54: Also bei euch in Richtung Praxen ist es nicht so sehr das konkrete Beispiel oder der konkrete Auftrag, macht das und dass ab morgen sondern eher die Sensibilität dafür stärken.
00:22:08: Vielleicht auch mal auf die Internetseite gucken wie man seinen CO²-Abdruck für eine Praxis macht und damit einfach etwas anstoßen.
00:22:14: Habe ich das so richtig wiedergegeben?
00:22:16: Ganz genau,
00:22:17: so würde ich es tragen.
00:22:17: Jetzt mache ich noch einen Vorschlag oder vielleicht auch eine Frage an Sie Verbände ob sie da Daten zu haben oder das Wissen.
00:22:24: gehen im Universitätsklinikum Heidelberg nachts alle Monitore aus die nicht benutzt werden weil das habe ich hier öfter dass man wenn man so im dunkeln jetzt zum Glück bleibt sehr länger hell da sieht man's nicht aber im dunklen das klinikum verlässt und dann sehen Sie von außen in vielen Bereichen Bildschirme geflimmer und sie können sicher sein, da sind keine Menschen die daran arbeiten.
00:22:48: Manche arbeiten im Dunkeln am Bildschirm.
00:22:49: okay aber was ist damit?
00:22:52: Kann man nicht in allen Krankenhäusern Deutschlands ab morgen ein System haben das jeder seinen Monitor ausmacht wenn er nicht dran arbeitet?
00:22:59: und was würde das bringen?
00:23:00: geht es in die richtige Richtung oder nicht?
00:23:04: Da würde ich jetzt bei uns in der AIT nachfragen müssen.
00:23:07: also wir haben Bildschürme die von selbst aus gehen.
00:23:09: wir haben aber auch Bildschimme in die der PC integriert ist, damit man nicht mehr so einen großen Tower-PC hat um Ressourcen zu schonen.
00:23:17: Also die Idee dahinter ist schon Ressorzen zu schonern aber die Bildschirme bleiben soweit ich weiß an.
00:23:23: Ist vielleicht am Ende auch gar nicht so entscheidend?
00:23:25: Keine Ahnung wie viel das an Energie verbraucht.
00:23:28: bei den modernen Systemen
00:23:30: Kein große Entdeckverbrauch.
00:23:31: Aber trotzdem, wie gesagt, Kleinvieh macht auch Mist.
00:23:33: also ich halte schon die Leute an Licht aus PC aus.
00:23:37: nicht nur die großen sind
00:23:38: und vermutlich ist wirklich auch der rote Faden dieses Podcastes und das merke ich so am Ende der fünften Folge.
00:23:44: jetzt Am ende geht es vielleicht wirklich viel um das Bewusstsein in allererster Linie Und der Rest folgt dann.
00:23:50: Abschlussfrage für sie beide die wir hier immer gemacht haben.
00:23:55: Nämlich, wir mögen ja Rezepte ausstellen in der Medizin und da geht es ein bisschen um die Frage was wäre denn eigentlich das Nachhaltigkeitsrezept für die Urologie?
00:24:07: Was würden Sie darauf schreiben liebe Sandra, liebe Frau Bender?
00:24:14: Also ich würde mir wünschen oder ich würde das Rezept... Als Nachhaltigkeitsmanagerin würde ich das Rezept ausstellen, dass die deutsche Gesellschaft für Örologie eine Leitlinie oder mehrere Leitlnienen- oder Positionspapiere mit konkreten Handlungsempfehlungen aussprechen soll.
00:24:30: Weil das was wir als Nachhaltighalsmanagerinnen machen können ist, dass wir relativ allgemeinen Tipps geben können.
00:24:37: aber oft kommen aus den klinischen Bereichen spezifische Fragen an uns und wir können nicht in allen klinischem Bereich Experten werden Und dafür brauchen wir Leitlinien oder eben Positionspapiere der Gesellschaften.
00:24:50: Das geht jetzt nicht nur an die Gesellschaft der Urologie, die würden uns enorm helfen weil damit können wir dann die unterstützen, die ihren Alltag nachhaltiger gestalten wollen.
00:25:00: und bevor ich jetzt die Sanasidika höre.
00:25:02: mit ihrem Rezept möchte ich das einmal kommentieren.
00:25:04: vor wenn da.
00:25:04: ist es nicht großartig dass die deutsche gesellschaft urologie diesen arbeitskreis hat der sich darum kümmert und auch so einen tollen podcast der das mal thematisiert perfekt genau.
00:25:16: Aber neben diesen schon existierenden Dingen müssen wir noch Verschriftlichungen mit Konsensuspapieren und Leitlinien machen.
00:25:23: So, Sandra jetzt bin ich gespannt!
00:25:26: Dein Rezept an uns alle.
00:25:28: Ich kommentiere noch ganz kurz das vorher, dann bringe ich nur ein Satz.
00:25:32: also diese Richtlinien, Leit Linien die sollen entstehen weil dieser Diese AG-Lehrhaltigkeit ist ja nicht nur da, damit wir uns schön treffen und uns alle unterhalten.
00:25:41: Sondern das ist genau so ein konkreter Plan oder ein konkretes Ergebnis, dass das haben soll.
00:25:47: Das Rezept wäre, wir sollten loslaufen.
00:25:51: Wir sollten starten jeder in seinen Möglichkeiten ohne ganz groß zu denken die Welt zu verändern.
00:25:59: aber wenn jeder ein bisschen guckt dann funktioniert es.
00:26:01: ich glaube das reicht wenn man dafür sensibilisiert.
00:26:05: Richtig jungen Leute sind da ja sowieso viel weiter in ihrem Denken oder sind deutlich schneller motivierbar.
00:26:13: Ich sehe heftiges Nicken bei der Frau Dr.
00:26:15: Bender und bei mir natürlich auch, ich finde es eine tolle Sache!
00:26:20: Ich bin wirklich jetzt am Ende dieser Podcast-Reihe liebe Hörerinnen und Hörern doch relativ, muss ich sagen beglückt.
00:26:29: findest ein super Thema, ich fühle mich selbst da auch weiter neugierig gemacht und ich glaube das ist schon mal was für den Anfang.
00:26:43: Also an Sie alle, vielen Dank fürs Zuhören!
00:26:47: Bitte schalten sie auch in die anderen Podcast-Folgen ein.
00:26:50: Empfehlen Sie uns weiter... Ich glaube, dass dieser Podcast der sonst immer sehr urologisch ist.
00:26:56: So heißt er ja auch.
00:26:58: Schon auch etwas ist was fachübergreifend unter Umständen auch mal verteilt werden könnte.
00:27:04: Das dürfen Sie gerne machen also nicht urologische Kolleginnen und Kollegen dürfen sich das anhören!
00:27:10: Und dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Sandra Sesicke aus Halle und bei Noemi Bender aus Heidelberg.
00:27:16: Vielen vielen Dank, dass sie das ihr heute dabei wart und uns diese tollen und sehr auch praktisch relevanten Einblicke gegeben hat.
00:27:23: Herzlichen Dank!
00:27:25: Sehr gerne, vielen Dank.
00:27:27: Danke auch von unserer Seite.
00:27:28: Nochmals vielen Dank in unsere Hörerinnen und Hörern und wir freuen uns wenn Sie einschalten und auch demnächst vielleicht wieder neue Folgen des urologischen Podcasts wo es um die Urologie geht einschalten.
00:27:42: Herzlich hier Grüße aus
00:27:47: Hamburg.